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Gender in Arbeit und Gesundheit: Standortbestimmung & Perspektiven

 

 

4. Fachtagung des Netzwerkes Gender in Arbeit und Gesundheit
29.09.2015 + 30.09.2015, Hannover

Tagungsort
Leibniz Universität Hannover
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Institut für interdisziplinäre Arbeitwissenschaft
Schloßwender Str. 7
30159 Hannover



Dienstag 29.09.2015 – Standortbestimmung

 

Eröffnung und Begrüßung

Michael Gümbel und Barbara Reuhl, Netzwerk Gender in Arbeit und Gesundheit
Prof. Dr. Axel Haunschild, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Leibniz Universität Hannover

Keynote 1
Gesundheit / Krankheit & Geschlecht – Anmerkungen aus Forschung und Beratung

Dr. Bettina Zehetner, Universität Wien

Keynote 2
Herausforderungen eines geschlechtergerechten Arbeit- und Gesundheitsschutzes

Nathalie Henke, BAuA

Keynote 3
Ganzheitlich. Gleichberechtigt. Gesund. Betriebliches Gesundheitsmanagement gestalten

Heidi Nöbel & Arn Sauer, Umweltbundesamt

Parallele Foren

Forum 1: Vergeschlechtlichung sozialer Dienstleistungen

Kindertagesstätten im Wandel 

Diana Schmidt, iAW  Leibniz Universität Hannover

Abgrenzen und Emotionssteuerung als Anforderungen an Altenpfleger*innen –
Aus der Expertise zum geschlechtersensiblen Arbeits- und Gesundheitsschutz in der Altenpflege
Sonja Nielbock, Sujet  Organisationsberatung

Forum 2: Gender, Diversity, Intersectionality: Konzepte, Wissenschaft, Praxis

Diversität und Intersektionalität: Relevante Konzepte im Themenfeld Gender in Arbeit und Gesundheit?
Christina Schröder, iAW Leibniz Universität Hannover

Wissenschaftliche Ansätze in der betrieblichen Praxis: Das Online-Tool Diversity
Dr. Edelgard Kutzner, sfs TU Dortmund
Dr. Klaus Kock, sfs TU Dortmund

Forum 3:  Die Genderperspektive in der betrieblichen Praxis

Der Berliner Standardfragebogen zur MitarbeiterInnen-Befragung
Ein Best-Practice Beispiel für genderspezifische Analysen zu Arbeit und Gesundheit
Prof. Dr. Antje Ducki, Berliner Hochschule
Anja Hlawatsch, Amt für Statistik Berlin-Brandenburg

BGF geschlechtersensibel gestalten. Erfahrungen aus der BGF-Praxis von Krankenkassen.
Christina Meyn, Institut für BGF Köln

Betriebliche und überbetriebliche strukturelle Voraussetzungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz

Dr. Inga Fokuhl, Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege

Forum 4: Männlichkeitsforschung

Was hat Männlichkeit mit Arbeits- und Gesundheitsschutz zu tun?
GRIP – Geschlecht reflektierende Instrumente für die Praxis
Dr. Nadine Pieck, iAW Leibniz Universität  Hannover

AntiStress-Kurse für Männer bei der SMA Solar Technology AG
Ulrich Blumenstein, PSIUB  Kassel
Ernst Kaiser, SMA

Forum 5: Boreout

Unterforderung am Arbeitsplatz – Folgen für die Boreout-Betroffenen
Dr. Günther Vedder, iAW Leibniz Universität Hannover
Ella Korinth, iAW Leibniz Universität Hannover

 

Mittwoch 30.09.2015 – Perspektiven

Keynote 4
Gesundheit – Arbeit – Geschlecht: Wechselwirkungen und Anforderungen aus gewerkschaftlicher Sicht

Sonja König, DGB

Parallele Werkstätten

Werkstatt 1: Atypische Beschäftigung

Atypische Beschäftigung und Gesundheit – welchen Einfluss haben die Geschlechterrollen?
Prof. Dr. Frauke Koppelin, Jade HS Oldenburg
Dr. Sarah Mümken, Jade HS Oldenburg
Dr. Cornelia Gerdau-Heitmann, Jade HS Oldenburg

Werkstatt 2: Personalentwicklung & Work-Life-Balance

Synergien in der Praxis schaffen: BGM und Personalentwicklung mit Gender effektiv verzahnen
Dorothea Wolf, Personalentwicklung NRW – Mit Kompetenz wachsen

Verzahnung von Gender mit Personalentwicklung und Gesundheitsförderung
Kerstin Melzer, Universität Konstanz

Unternehmerisches Engagement für eine familienfreundliche Region – Wie kann das gelingen?
Birte Kruse-Gobrecht, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Stormarn

Werkstatt 3: Konzeptwerkstatt für Akteure im Arbeits- und Gesundheitsschutz

Von der Handlungshilfe zu Praxis: Konzeptwerkstatt zur Implementierung einer Genderperspektive in die Praxis
Vorstellung und Analyse von Beispielen
Angelika Braun, BGV Amt für Arbeitsschutz Hamburg
Dr. Nadine Pieck, iAW Leibniz Universität Hannover
Günter Schinkovits, Arbeitsinspektorat Eisenstadt – Sozialministerium Österreich

Werkstatt 4: Projektwerkstatt für betriebliche Akteur*innen

Planung eines eigenen Projektes – Wie starte ich ein Gender-Projekt in meinem Betrieb/in meiner Dienststelle?
Michael Gümbel, Sujet Organisationsberatung

Werkstatt 5: Soziodrama als Interventionsinstrument

Soziodrama als Interventionsinstrument für geschlechtergerechte, gesundheitsförderliche Organisationsentwicklung
Eva Kristin Hellmann, iAW Leibniz Universität Hannover

Keynote 5

Gender in der Arbeitsforschung – aktuelle Herausforderungen

Dr. Edelgard Kutzner, sfs TU Dortmund

Podiumsdiskussion

Moderation Michael Gümbel

Sonja König, DGB
Bettina Küpper, Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein
Barbara Reuhl, Netzwerk Gender in Arbeit und Gesundheit
Dr. Edelgard Kutzner, sfs TU Dortmund
Angelika Braun, BGV,  Amt für Arbeitsschutz Hamburg

Verabschiedung und Ausblick

Netzwerk Gender in Arbeit und Gesundheit
Dr. Nadine Pieck, iAW Leibniz Universität Hannover

 

 

Gute Arbeit ist das zentrale Leitbild für eine faire und gesundheitsförderliche Gestaltung von Arbeit, von der Frauen und Männer gleichermaßen profitieren sollen. Damit gehört Geschlechtergerechtigkeit als ein zentrales Element zur Verwirklichung Guter Arbeit mit auf die Agenda aller Akteure.

Damit Frauen und Männer gleichermaßen gut arbeiten können, ist das ganze Arbeitsleben in den Blick zu nehmen, also auch das Gute Leben. Aus der Perspektive der Geschlechtergerechtigkeit besteht die Herausforderung u. a. darin, die eigene Erwerbsarbeit mit einem ganzheitlichen Lebensentwurf in Einklang bringen zu können. Die alltäglichen Anforderungen in der Berufswelt und in der „privaten“ Welt der Sorgearbeit um Kinder und Angehörige sowie des eigenen Wohlergehens stellen Frauen und Männer immer noch vor enorme Schwierigkeiten. Sowohl im Beruf als auch im Privaten steigen die Ansprüche an die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit der Menschen.

Frauen und Männer sind nach wie vor durch bestehende Rollenerwartungen und der damit verbundenen geschlechterbezogenen Arbeitsteilung in Beruf und Familie systematisch unterschiedlichen Belastungen ausgesetzt. Gleichzeitig sind auch Ressourcen unterschiedlich auf die Geschlechter verteilt. Dies führt zu spezifischen gesundheitlichen Risikokonstellationen für Frauen und Männer. Um diesen Risiken wirksam begegnen zu können, sind die Expertise und Mitwirkung verschiedener AkteurInnen sowie die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen auf unterschiedlichsten Ebenen erforderlich.

Seit gut einem Jahrzehnt bietet das Netzwerk Gender in Arbeit und Gesundheit ExpertInnen, PraktikerInnen, WissenschaftlerInnen sowie politischen AkteurInnen ein Forum, in dem sie sich über Herausforderungen, Problemlagen und Gestaltungsansätze austauschen können. Diese betreffen die  überbetriebliche Gestaltung von Rahmenbedingungen, die Entwicklung von Konzepten und Modellen, die betriebliche Praxis z. B. des Arbeits- und Gesundheitsschutzes und vieles mehr. Die Akteurinnen und Akteure stehen vor der Herausforderung, in all diesen Aspekten den Belangen beider Geschlechter gerecht werden zu müssen. Mehr Gender-Wissen und -Kompetenz sind die Basis für geschlechtergerechte Strategien, deren Umsetzung Frauen und Männern zugute kommt.

Die Tagung “Gender in Arbeit und Gesundheit – Standortbestimmung und Perspektiven” soll dazu beitragen,

  •  eine Bestandsaufnahme vorzunehmen
  •  Erfahrungen aus verschiedenen Bereichen sowie bereits erfolgreiche Konzepte vorzustellen, zu diskutieren und
  •  Handlungsbedarfe zu formulieren und AdressatInnen zu benennen.

Zielgruppe der Tagung sind Vertreterinnen und Vertreter u. a. aus Betrieben, Gewerkschaften, Verbänden, Politik, Wissenschaft, Krankenversicherungen, staatliche Arbeitsschutzbehörden, Unfallversicherungsträger usw. sowie Beraterinnen und Berater.